Baudirektion erarbeitet Konzept für redimensionierten Ausbau des Hochschulgebiets

tox. ⋅ Die Rahmenbedingungen für den Ausbau des Zürcher Hochschulgebiets sollen genauer definiert werden. Dazu schreibt die Baudirektion einen Studienauftrag aus, wie sie am Freitag mitgeteilt hat. Drei Teams aus Landschaftsarchitekten, Stadt- und Verkehrsplanern sowie Soziologen sollen das Zusammenspiel zwischen dem öffentlichen Raum und den Gebäuden analysieren. Ihre Vorschläge sollen in die Gestaltungspläne und Architekturwettbewerbe einfliessen.

Wie der Projektdelegierte des Regierungsrates Peter E. Bodmer sagt, ist das Ausbauprojekt mittlerweile in vielerlei Hinsicht vertieft und etwas redimensioniert worden. Das Universitätsspital habe nach Synergien gesucht, und die Universität werde die Sozialwissenschaften nicht wie ursprünglich geplant in Neubauten im Zentrum, sondern auf dem Campus Irchel unterbringen. Dadurch reduzierten sich die benötigten Flächen: Das Hochhaus des Spitals werde keine 66 Meter hoch werden. Bodmer geht davon aus, dass 57 Meter genügen. Im Quartier ist das Spitalhochhaus sehr umstritten, ebenso wie die Dichte der geplanten Neubauten, welche in den nächsten 30 Jahren etappenweise erstellt werden sollen.

Bei einem derart grossen Projekt, das sich über mehrere Jahre hinziehe, brauche es übergreifende Rahmenbedingungen, führt Bodmer aus. So müssten beispielsweise die Fussverbindungen optimal angelegt werden, und die öffentlichen Räume müssten auch für die Anwohner attraktiv gestaltet werden. Die Teams sollen noch im laufenden Jahr ausgewählt werden. Die Ergebnisse sollen Mitte 2017 vorliegen.

Zurzeit befasst sich die vorberatende Kommission des Kantonsrats noch mit dem Richtplaneintrag für das Hochschulgebiet. Ein Entscheid wird bis Ende Oktober erwartet.