Die Grünliberale Partei des Kantons Zürich verlangt, dass in Zukunft bei Grossprojekten kantonale Gestaltungspläne durch den Kantonsrat genehmigt werden und nicht länger nur durch die Baudirektion. Die GLP-Kantonsräte Thomas Wirth, Daniel Häuptli und Jörg Mäder haben dazu eine Motion im Kantonsrat eingereicht. Es ist nicht überraschend, dass der Regierungsrat die GLP-Motion ablehnt. Gerade der Falle des Projekts Berthold zeigt, dass die Machtfülle der Baudirektion bequem ist und träge macht: Markus Kägi schweigt in der Öffentlichkeit seit der Veranstaltung vom 2. November 2015 im Kunsthaus. Er lässt die Chefs der Hochschulen und des Unispitals an der Front Versprechungen machen und Druck aufsetzen.

Die Stadt macht es vor. Dort entscheidet der Gemeinderat über alle Gestaltungspläne und einige kommen vors Volk. Die Verwaltung traut dies offenbar den Kantonsräten nicht zu. Der schleppende Verlauf der Planung am Projekt Berthold und die Geheimnisse bei der Bearbeitung der bereits fast fertiggestellten Gestaltungsplänen würden mit einer öffentlichen Diskussion und demokratischer Legitimation nicht passieren.

Darum verdient die Motion der GLP im KR die Unterstützung aller demokratischen Kräfte!