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Lämpchen fürs Hochschulquartier – NZZ vom 10.12.2016

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Vorschlag für eine bessere Meinungsbildung über das Grossprojekt am Zürichberg
Die Diskussion über den Ausbau des Hochschulquartiers versachlichen: Das will eine Gruppe junger Architekten und Künstler. Sie schlägt vor, die geplanten Volumen über Baugespanne und Lämpchen sichtbar zu machen.

tox. ⋅ Universitätsspital, ETH und Universität hegen bekanntlich grosse Ausbaupläne im Zürcher Hochschulquartier. Im Januar wird der Kantonsrat den entsprechenden Richtplaneintrag beraten und damit die maximalen Dimensionen der Neubauten fixieren. Die vorberatende Kommission hat dem Vorhaben mit deutlichem Mehr zugestimmt, aber die Kritik ebbt nicht ab. Von einer Gruppe junger Architekten und Künstler kommt nun ein Vorschlag, wie man die Öffentlichkeit mit dem Projekt vertraut machen könnte. In einem Brief an die Projektverantwortlichen und alle Kantonsräte schlägt sie vor, die im Richtplan vorgesehenen Volumen auszustecken, und zwar, wie es bei Hochhäusern üblich ist, mit Lämpchen. Der Vorschlag ist unkonventionell, da die Bauherrschaft ein Projekt erst ausstecken muss, wenn sie ein Baugesuch eingereicht hat, während es hier erst um eine planerische Festlegung geht.

Dennoch stösst die Idee auf Interesse, wie SP-Kantonsrat Andrew Katumba auf Anfrage sagt. Er ist Mitglied der vorberatenden Kommission und findet den Vorschlag «naheliegend». Leider komme er etwas spät, bedauert Katumba. «Wenn man die möglichen Dimensionen der Bauten sichtbar macht, könnte man den Diskurs versachlichen», sagt er. Auf jeden Fall stosse es eine öffentliche Diskussion an. Während der Kommissionsberatungen hätten eine ganze Reihe von Visualisierungen aus unterschiedlichen Perspektiven zirkuliert, erzählt er. Hätte man die vorgesehenen Masse damals sichtbar gemacht, so hätte dies die Debatte vereinfacht. Die Initianten des Vorschlags wiederum sind überzeugt, dass jetzt der richtige Moment ist, die Pläne für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Vertage man dies auf den Zeitpunkt, an dem die einzelnen Baugesuche eingereicht würden, so stünden die möglichen Volumen nämlich schon fest.


Keine Lämpchen

NZZ vom 14.12.16

tox. ⋅ Eine Gruppe junger Architekten und Künstler hat vorgeschlagen, die geplanten Bauvolumen im Hochschulquartier mit Baugespannen und Lämpchen sichtbar zu machen (NZZ 10. 12. 16). Damit werde die Diskussion versachlicht. Die Projektleitung hält jedoch nichts von der Idee, wie sie der Gruppe schreibt. Eine physische Visualisierung sei auf der Stufe Richtplan nicht sinnvoll, weil es sich nicht um geplante Volumen, sondern um mögliche Maximalwerte handle. Damit würde ein völlig falsches Bild vermittelt, schreibt der Gesamtprojektleiter in dem Brief. Die Projekte würden erst im Rahmen des ordentlichen Baubewilligungsverfahrens ausgesteckt.

1 Kommentar

  1. Peter Plotin

    Die Antwort vom Gesamtprojekleiter ist ein Witz .
    Warum ? – Einmal der Richtplan bewilligt, ist innerhalb des drei dimensionalen Richtplanperimeters jede Projektform rechtskonform.
    Somit macht die Ausstekung erst beim Baubewilligungsverfahren keinen Sinn mehr.

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