Die Medienkonferenz der Baudirektion zeigt mehr Masse als Klasse. Der Auftritt der drei Regierungsräte, der drei CEOs von USZ, UZH und ETH und zweier Stadträte gerät zum Spiegel des grössenwahnsinnigen Projekts Hochschulzentrum: Masse statt Klasse.

Kleinste Verbesserungen wie Haltestellenverlegungen, Lifte und Rolltreppen, mehr Durchwegung, werden hoch gelobt, die gigantischen Masstäbe der Hochhaus-Klötze, der unzugängliche Megapark und der im Quartier versteckte Haupteingang des Unispitals bleiben unter dem Deckel der Verschwiegenheit.

Die neu herbeigezauberten Bilder aus der Fussgängerperspektive entlarven das Versteckspiel der Projektmanager unter Führung von Markus Kägi: Das kräftige Sommergrün der zahllosen Bäume kaschiert die nur schummerig erkennbaren Neubaumassen und wo dies nicht reicht, kommt wieder die täuschende Vogelperspektive zum Zug.

Die einzige Neuigkeit ist die Ankündigung von Martin Waser, dass jetzt auch der alte Anatomiebau erhalten werden soll. Dies hat grosse Folgen: Dieser Bau steht an der Stelle des Spitalneubaus Ost und sein Erhalt verdrängt er diesen gegen den Hang. Dies heisst im Klartext, dass die grossen Sparanstrengungen der Spitalleitung wieder verloren gehen. Martin Waser baut also mit dem Erhalt des Anatomiegebäudes eine neue Staumauer gegen den Ostbau des Unispitals und drückt die Masse des Betten-Hochhauses wieder in die alte Höhe wie im Masterplan.

Auch dazu schweigt Markus Kägi.


Neue Bilder aus Medienkonferenz 

Blick von Terrasse Kirche Fluntern

Blick von Terrasse Kirche Fluntern

 

Im Vergleich die Visualisierung der AGBB-ZH aus Fussgängersicht Gloria-/Moussonstrasse

Im Vergleich die Visualisierung der AGBB-ZH aus Fussgängersicht Gloria-/Moussonstrasse