Uniklotz berichtet

Fehlplanung und Geheimbündelei von Markus Kägi

Schutzplan gemäss heutigem Stand des Kantonalen Inventars:

Wegen den zahlreichen Bauten muss die Baudirektion 2017 ein Verfahren mit einer Güterabwägung durchführen. Dabei könnten auch Teile der HMS-Bauten gemäss Antrag der KPB überprüft allenfalls aus dem Inventar entlassen werden.

Schutzplan gemäss heutigem Stand des Kantonalen Inventars: Wegen den zahlreichen Bauten muss die Baudirektion 2017 ein Verfahren mit einer Güterabwägung durchführen. Dabei könnten auch Teile der HMS-Bauten gemäss Antrag der KPB überprüft allenfalls aus dem Inventar entlassen werden.

Die Handhabung der Unterschutzstellung von zahlreichen Bauten des Unispitals ist eine Folge von Fehlentscheiden und Geheimbündelei. Markus Kägi steht im Mittelpunkt und die Öffentlichkeit bleibt draussen. In der Medienkonferenz des Regierungsrats vom 4.11.2016 folgt der vorläufig letzte Akt.

Fehlentscheid 2012:

Der Grundsatzentscheid zum Standort Hochschulzentrum für das Universitätsspital 2011 mit einem Schwerpunkt Gesundheitscluster bleibt ein Konsens auch unter den Kritikern wie der AGBB-ZH. Die Baudirektion hat  dann aber vorschnell und unbedacht bereits 2012 einen grossen Teil des USZ-Gebäudebestandes präventiv unter Denkmalschutz gestellt (Graphik Schutzplan 5/2012). Ein grober Fehlentscheid, weil zu diesem Zeitpunkt niemand gesicherte Kenntnisse zu den Flächenbedürfnissen von ETH, UHZ und USZ im Hochschulzentrum hatte!

 

Misswirtschaft bei Bestimmung der Raumansprüche 2012-2014:

Jetzt erst begann die Sammlung der Flächenwünsche von ETH, Universität und Unispital. Es stapeln sich riesige Berge von Mehransprüchen der drei Akteure auf. Alle möglichen Forschungsrichtungen ohne Bezug zum Gesundheitscluster und Öffentlichkeit  und damit ohne Anspruch auf einen Zentrumsstandort wurden ohne Prüfung aufgenommen: Eine Führungsschwäche der Baudirektion. Dieser Missstand führte direkt zu den noch immer masslosen Flächenansprüchen der beteiligten Akteure, insbesondere der Universität.

Geheimbündelei:

An der Medienkonferenz vom 4. November wird bekannt, dass nun auch die alte Anatomie, welche innen völlig ausgekernt wurde, unter Schutz gestellt werden soll. Ein zweites Mal nach den HMS-Bauten gibt Markus Kägi den Drohungen des Heimatschutz nach. Was als gute Nachricht verbreitet wurde, ist eine verkappte Konzession zu Lasten des Projekts:

Das Bettenhochhaus an der Gloriastrasse muss auch hier vor einem denkmalgeschützten Bau zurückweichen und als Folge wird die grosse Masse des Spitalneubaus in Richtung Hang gerückt. Ohne Transparenz werden die erzielten Sparbemühungen des Unispitals zunichte gemacht und das Hochhaus wieder in die Höhe gepresst.

Die Geheimbündelei zwischen Baudirektion und Heimatschutz ist ein Dolchstoss gegen die Bemühungen zur Flächenreduktion des USZ. Markus Kägi schweigt dazu und die Präsidentin des Stadtzürcher Heimatschutzes Barbara Truog lacht sich ins Fäustchen.

 

1 Kommentar

  1. Hansruedi Müller

    Ist das wirklich so, – dass man dem Heimatschutz nun einen Teil der Veranwortung für der PLANUNGSMISERE geben kann? Gibt es da Fakten? Das wäre wirklich interssant zu erfahren.

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