Kluge junge Architekten, Künstler und Städtebauer haben vorgeschlagen, die Volumen des Projekts „Berthold“ mit Visierstangen und Lampen für die Bevölkerung sichtbar zu machen. Sie wollten  in der nicht zur Ruhe kommenden Kontroverse einer breiten Öffentlichkeit möglich machen, die Wirkung des Projekts „Berthold“ im Stadtbild objektiv zu beurteilen. Erst in der direkten Begegnung mit der Masse könne reflektiert, diskutiert und überprüft werden.

Schon nach 3 Tagen kam die Absage der Baudirektion. Ein grösseres Zeugnis von Schwäche ist nicht denkbar. Der ganze Schwindel mit den zu hoch am Hang aufgetürmten Volumen wäre aufgeflogen.

Die Baudirektion will um jeden Preis verhindern, dass man sieht, was in 10 Jahren sichtbar würde. Es soll verheimlicht werden, was bald in Beton gegossen die Hanglage und das Stadtbild von Zürich verunstalten wird.

Die Baudirektion bietet billigen Trost: Sie verweist auf die Aussteckung im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens. Dabei verheimlicht sie, dass der Richtplan das gigantische Volumen erst ermöglicht und gleichzeitig die geltende Bauordnung ausschaltet. Doch gerade dieser Tatbestand einer Sonderregelung weit ausserhalb des Üblichen ruft nach einer rechtzeitigen allgemeingültigen Visualisierung. Es ist wie bei einer Babuschka: die eine Umgehung steckt in der nächsten.

Alles passt zum Programm von Regierungsrat Markus Kägi: An der Grossveranstaltung vom 2. November 2015 im Versammlungssaal des Zürcher Kunsthauses sagte er, er wäre lieber zu Hause geblieben – alles gehe ohnehin über sein Pult, es gebe keine Abstimmung, es brauche nur seine Unterschrift.

Fotoperspektiven kommen der Sache schon näher, und die vorgeschlagene Visualisierung der im Richtplan vorgesehenen Volumen mit Visieren und Lampen könnten von jedem Standort in der Stadt wahrgenommen und beurteilt werden.

Fotoperspektiven kommen der Sache schon näher, und die vorgeschlagene Visualisierung der im Richtplan vorgesehenen Volumen mit Visieren und Lampen könnten von jedem Standort in der Stadt wahrgenommen und beurteilt werden.