Die zweite heutige Generation des Zürcher Limmatschiffs ist dafür bekannt, dass es eine viel zu grosse Bugwelle produziert. Sie ist so gross, dass auch bei Sonnenschein die Scheibenwischer betätigt werden mussten. Inzwischen sind Bleche montiert worden, die das heraufspritzende Wasser abweisen. Die erste Generation wurde aus Holland bezogen, hat sich bereits in den Grachten bewährt und kannte diese Probleme nicht.

Wie steht es mit dem Supertanker Berthold bezüglich der Bugwelle?

  • Die grobfahrlässige Volumetrik von Sockelbauten und Klötzen im Hang hat eine anhaltende Bugwelle begründet.
  • Die mangelnde Bereitschaft der Baudirektion das Stadtbild von Zürich in ihrer Planung zu berücksichtigen hat Unmut erzeugt und Kritik hervorgerufen: bei der Bevölkerung (u.a. Gründung der AGBB-ZH 2015), bei der Presse, und in der Politik.
  • Vertröstungen in Kombination mit Intransigenz (Unbelehrbarkeit) ermuntert Kritiker.
  • Die Ablehnung eine städtebauliche Grundlage zu schaffen, hat Fachleute auf den Plan gerufen.
  • Blindes Vollgas durch Ablehnung von Verbesserungsanträgen der Kommission des Kantonsrats und durch Veranstaltung eines „Zwischenraumwettbewerbs“ auf nicht akzeptierter Volumetrik lassen den Eindruck aufkommen, dass die mangelhafte Planung noch möglichst unerkannt durchgedrückt werden soll.
  • Die kürzlich bekanntgegebene minimale Verkleinerung der Flächen reduziert die Bugwelle ebenfalls nur minimal.
  • Mit den nicht behobenen Mängeln wird das Fundament für Probleme zu späterer Zeit gelegt. Ringling lässt grüssen.
  • Nirgends herrscht Freude am grossen Vorhaben.

Der Kantonsrat hat die Möglichkeit, die Vorlage zu verschlanken und zu entschärfen und damit ihre Chance der Realisierung zu erhöhen.