Am Beispiel des Projekts Polizei- und Justizzentrum beweist der Kantonsrat Rückgrat:

Die Verlegung der Kaserne nach Bremgarten und die Konzentration der Polizei und Justiz am Güterbahnhofareal war von anfang an mit dem Versprechen verbunden, das Kasernenareal vollständig für die Stadtbevölkerung freizugeben. Dies blieb auch bei der letzten Volksabstimmung im Jahr 2011 unbestritten. Umso grösser war die Empörung im Volk und im Kantonsrat, als die Baudirektion im Juni 2014 bekanntgab, dass die Polizeikaserne weiterhin nötig sei und die Polizei im Areal bleibt .

Wieder einmal hat die Regierung viel versprochen, aber nicht Wort gehalten. Nun hat der Kantonsrat unter Führung von FDP-Fraktionschef Thomas Vogel gehandelt. Unter dem Titel „Wort halten“ hat er eine parlamentarische Initiative mit 111 gegen 59 Stimmen gutgeheissen und verlangt eine vollständige Freigabe des Kasernenareals nach Fertigstellung des PJZ-Neubaus.

Im Vergleich: Das Hochschulprojekt ist mit seinem 5- 6 Milliarden-Franken-Budget über 10-mal teurer als das PJZ. Da ist der Kantonsrat 10mal mehr gefordert. Er wird Mitte Februar 2017 die Anträge zur Verbesserung des Richtplans behandeln und definitiv den Rahmen für die Gestaltungspläne festlegen. Die konsequente Haltung für Transparenz und Redlichkeit, die der KR beim PJZ beweist, ist beim Projekt Berthold also 10mal wichtiger.

Die Baudirektion und der Stadtrat machen grosse Verprechungen. Hinter dem Rücken der Öffentlichkeit werden aber Tatsachen geschafft, welche die Versprechen wieder torpedieren:

Widersprüche offenlegen!

 

 

Zum Beispiel Bauvolumen:

Peter Bodmer sagt: „Flächen und Höhen werden reduziert“

Martin Waser sagt: „Die alte Anatomie wird erhalten“

Tatsache ist:

Das Anatomiegebäudes liegt mitten im Unispitalbau-Neubau Ost und würden tausende von m2 Bauflächen verdrängen! Folge: Das Spitalvolumen wächst wieder in die Höhe. 

 

 

Zum Beispiel Spitalgarten:

André Odermatt sagt:  „Der Spitalgarten wird erhalten und für die Bevölkerung geöffnet“. Markus Kägi handelt: Der Spitalgarten wird bis 2040 für Provisorien des Unispitals überbaut. Odermatt und Kägi sind 2040 beide im Rentenalter. Was dann passiert entscheiden andere.

Unbenannt

Der Spitalpark, das Versprechen von André Odermatt: Gemäss Kägi ein Phantom für das ferne Jahr 2040

Wir zählen auf Verantwortungsbewusstsein und Hartnäckigkeit des Kantonsrats, auch beim Richtplanbeschluss!