Das Hochbaudepartement der Stadt hat diese Woche Kritiker und Betroffene des geplanten neuen Hochschulgebiets im Herzen Zürichs zu einem ersten runden Tisch geladen. Nicht alle Teilnehmer sind davon überzeugt. «Das war ein Ablenkungsmanöver», sagt etwa Matthias Hürlimann von der Arbeitsgruppe Besorgte Bürger Zürich. Anstatt auf die fundamentalen Kritikpunkte am Projekt einzugehen, seien Nebensächlichkeiten diskutiert worden. So sei in Kleingruppen über die Gestaltung der Freiräume zwischen den Gebäuden gesprochen worden. Vernachlässigt werde etwa die Frage, ob der Denkmalschutz beim Haefeli-Moser-Steiger-Bau des Unispitals an der Rämistrasse sakrosankt sei. Matthias Wyssmann, Kommunikationsleiter des zuständigen Hochbaudepartements von Stadtrat André Odermatt, winkt ab. «Das hätte vor dem Bundesgericht aus Gründen des Denkmalschutzes keine Chance.» Auch betriebliche Gründe würden dagegen sprechen. Gegen Kritik am Projekt sei grundsätzlich nichts einzuwenden. Es gelte aber, nach dem politisch getroffenen Richtplanentscheid einen Schritt weiterzugehen und darüber zu sprechen, wie das Hochschulquartier lebendig gestaltet werden könne. «Mit einer konsequenten Verweigerungshaltung torpedieren gewisse Personen die Roundtables.» (hwe)