Das Bild zeigt die aufgetürmten Massen. Links der Mitte das grüne Rechteck: Es wurde im letzten Jahr durch einen Laborbau zugepflastert, der sich genau in den Belüftungskorridor Häldeliweg – Gloriastrasse stellt.

Das Bild zeigt die aufgetürmten Massen. Links der Mitte das grüne Rechteck: Es wurde im letzten Jahr durch einen Laborbau zugepflastert, der sich genau in den Belüftungskorridor Häldeliweg – Gloriastrasse stellt.

Als einige von uns noch zur Schule gingen, galt das Prinzip: „Hitzeferien ab 30°C“. Das ergab damals ganz wenige oder keinen einzigen Tag im Jahr. Die Regel wäre heute nicht mehr praktikabel.

Der Personalchef eines Stadtzürcher Amtes sagte einmal aus: „ab 27°C hört das Denken auf“.

Im letzten Blogbeitrag zitierte uniklotz den NZZ-Artikel „Hitzewellen werden zur Normalität“. Inzwischen hat sich die Situation wie folgt geändert: Wer eine Welle erwartet hat, sieht sich jetzt als hilfloses Opfer eines andauernden Hitzestaus.

Es gibt begünstigte Städte mit gutem Luftaustausch durch Winde und solche, in denen im Sommer die Luft stillsteht. Stuttgart ist ein berüchtigter Hitzekessel und Zürich zeichnete sich schon immer durch stehende Luft im Sommer aus. Das ist eine bekannte und durch das Leben bestätigte Tatsache. Der Sommer von 2003 brachte dies zu jedermanns Bewusstsein.

Die erste realistische HGZZ-Planung, nämlich der zweite Masterplan für das Hoch-schulquartier, startete lange danach. Nämlich erst 2010. Der Klimaaspekt zeigt unter vielen anderen, wie unsorgfältig gegenüber der Stadt und ihren Bewohnern vorge-gangen worden ist. Es gab nur ein Interesse: Das durch eine unkontrollierte Ermittlung hervorgerufene übermässige Volumen auf irgend eine Art an den Hangfuss des Zürichbergs zu kleben.

Der Ärger über die herrschende Hitze und unser machtloses Ausgeliefertsein richten sich unter anderem auch gegen die fahrlässige Planung der Baudirektion des Kantons Zürich. Von umsichtiger Planung in Bezug auf das Stadtklima keine Spur. Interessant ist die Feststellung, dass Städtebau und Klima parallel laufen. Das Stadtbild erträgt keinen baulichen Riegel von 600 m Länge, der sich auf der Talseite 30 bis gegen 50 m aus dem Hang erhebt und das Stadtklima erträgt auch kein bau-liches Strömungshindernis von dieser Grösse und Dichte.

Dass auch die Baubehörde der Stadt selbst das Klima vergessen hat, davon zeugt ihr in Behandlung stehende Entwurf für die Bau- und Zonenordnung für das Hochschulquartier: Das Traktandum „Stadtklima“ fehlt!

Zu bedenken ist, dass noch kein Baufranken ausgegeben ist, und – guten Willen vorausgesetzt – die Planung noch korrigiert werden kann.

Soll das kantonale Vorhaben Erfolg haben, ist die Höhenlimite von 512 auf 480 m ü. M. herabzusetzen. Mit dieser bekannten Forderung der AGBB seit 2016 würde sich die Baumasse mehr oder weniger in den bestehenden Bauhorizont ducken. Dazu muss kommen, dass in der Fallinie des Hangs Belüftungskorridore geöffnet werden.

Ein weiterer Hinweis auf das mangelnde Klimabewusstsein ist der im letzten Jahr erstellte Neubau für medizinische Mikrobiologie genau in der Fallinie des Häldeliwegs und der Glorastrasse. Es handelt sich um ein Providurium das an dieser Stelle Jahrzehnte überleben (und blockieren) wird.

Das Bild zeigt die aufgetürmten Massen. Links der Mitte das grüne Rechteck: Es wurde im letzten Jahr durch einen Laborbau zugepflastert, der sich genau in den Belüftungskorridor Häldeliweg – Gloriastrasse stellt.

Blick von der Gloriastrasse hinauf zum Häldeliweg: Das neue Laborgebäude stellt sich in die Belüf-tungsschneise Häldeliweg – Gloriastrasse.

Die NZZ titelte am 31. Juli 2018 auf Seite 12 „Der Staat – das sind wir!“ Daraus ein Satz des Historikers Paul Widmer: „Die Schweiz lebt von der aktiven Mitarbeit der Bürger in Gemeinde, Kanton und Bund. Erlahmt diese, dann erlischt auch ein Staatswesen wie die Schweiz“. Dank langjähriger und eingehender Befassung mit der Materie ist die AGBB-ZH in der Lage, die Reissleine zu ziehen und unterstützt durch erfolgreiche Rekuse das bessere Projekt zu verlangen. Es empfiehlt sich, im Hochschulgebiet Zürich Zentrum klug zu bauen.

Die Forderungen betreffend Stadtklima:

  • Keine Hindernisse gegen die Luftströmung im Hang.
  • Keine Baumassen, die zu stark aus dem Stadtrelief herausragen.
  • Den 600m langen Gebäuderiegel aufbrechen.
  • Schaffung von Luftkanälen für den Luftaustausch zwischen Stadt und Hang.
  • Je niedriger die Fassaden, desto grösser die Chance, dass Bäume sie beschatten.