Klimariegel sind von gestern!
Wir Städter wollen gut durchlüftete Quartiere und begrünte Lebensräume.

Mit dem kommunalen Richtplan ist Stadtrat André Odermatt für die Stadt Zürich vorausgegangen. Siehe Blogbeitrag vom 12. Oktober 2018: Wegen Fallwinden und Luftaustausch soll in den Hanglagen keine Verdichtung stattfinden.

Am 19. Oktober doppelte Regierungsrat Markus Kägi mit einem kantonalen Massnahmenpaket nach. Zitat: „Durch geeignete Bauweise will man die Durchlüftung der Quartiere fördern und dem Hitzestau entgegenwirken.“

Die städtische und die kantonale Exekutive sind in Bewegung gekommen und demonstrieren Handlungsbedarf beim Stadtklima. Dieses Thema ist jetzt allgemein erkannt worden, muss aber noch konkret in das Generationenprojekt von Spital und Hochschulen einfliessen.

Unmittelbar sind die Mitglieder der gemeinderätlichen Kommission Hochbau und Stadtentwicklung am Ball, welche zur Zeit die BZO-Revision zum Hochschulgebiet bearbeiten. Gerade jetzt machen die Signale aus Stadt- und Regierungsrat Mut, die Klimaziele einer Stadtdurchlüftung und Begrünung in die BZO-HGZZ zuhanden des Gemeinderats einzubauen.

Neben den genannten Klimaforderungen drängen sich folgende Verbesserungen auf:

  • Ersatz der veralteten HMS-Bauten und damit Durchbruch der Sperre zwischen dem Hang und den grossen Räumen sowie der Erschliessung an der Rämistrasse.
  • Nutzung der best erschlossenen und grossräumigen Baufelder auf der Platte/Rämistrasse zu Gunsten eines modernen und horizontal organisierten Spitzenspitals gemäss Mehrheitsantrag des Kantonsrats.
  • Den baulichen Schwerpunkt mit den neuen öffentlichen Nutzungen an die durch den öV gut erschlossene Achse Rämistrasse zurückbringen und, wenn möglich, auf die nur mit Durchbrüchen zu erreichende neue Achse Sternwartstrasse verzichten.
  • Vermeidung von zu hohen Gebäuderiegeln und Hochhäusern im Hang. Volumen in den Hang hineinstufen mit Höhenplafonds von 480 m ü.M.
  • Sanfte Übergänge zu den Wohnquartieren von Fluntern und Oberstrass.

Es braucht jetzt den Befreiungsschlag für das 21. Jahrhundert!

Zur Zeit bietet der erfolgreiche und städtebaulich motivierte Rekurs des „Vereins Zukunft Hochschulgebiet“ dem Gemeinderat und seiner Kommission Flankenschutz zur Verbesserung der BZO Hochschulquartier.

Auch da ist die federführende Baudirektion vorangegangen und hat vorerst beim Universitätsspital deutliche Flächenreduktionen bewirkt und soll inzwischen auch beim Areal Wässerwies der Universität nach Meinung von Insidern wesentliche Volumenreduktionen erreicht haben. Diese klaren Schritte zur Erweiterung der Gestaltungsspielräume erlauben dem Gemeinderat im Hochschulgebiet eine bessere Volumenverteilung unter Verzicht auf exzessive Gebäudehöhen zu verlangen.