Überblick

Das Ende des Jahres 2018 sieht das Generationenprojekt für die Hochschulen und das Universitätsspital in folgendem Stadium:

  • 6 Gestaltungspläne – alle südlich der Schmelzbergstrasse gelegen – sind von der Baudirektion konzipiert, 3 davon seit Sommer 2017 ausgeschrieben, eingesprochen und durch Entscheid der Baurekursgerichts ausser Kraft gesetzt. Die Baudirektion hat das Urteil an das Verwaltungsgericht weitergezogen.
  • Das Baurekursgericht hat die Stadt Zürich aufgefordert, die fehlende Planungsgrundlage, nämlich eine Bau- und Zonenordnung für das Gebiet der Hochschulen/Universitätsspital, zu erlassen. Gegenwärtig befasst sich eine Spezialkommission des Gemeinderats der Stadt Zürich mit dieser Aufgabe.
  • Vor 1 Jahr wurden gleichzeitig auf dem Areal der Wässerwies ein Wettbewerb für das Forum Universität und auf dem Spitalareal ein Studienauftrag für das Universitätsspital gestartet. Beide Verfahren sind im November 2018 ausgelobt, jedoch nicht präsentiert worden. Die Baudirektion hat die Präsentationen für den 8. Januar 2019 vorgesehen. Das dritte Areal „Schmelzberg“ ruht vorläufig.
  • Ohne rechtsgültige Gestaltungspläne kann kein Baugesuch eingereicht werden.
  • Die Rekurse enthalten Begehren, die u.a. das Stadtbild, das Stadtklima und Erwägungen für optimale Spitalbauten enthalten.
  • Die Baudirektion hat den Weiterzug ans Verwaltungsgericht kürzlich sistiert, denn es sind Verhandlungen mit den Rekurrenten vorgesehen.

Konvergenz

Allseitig guten Willen vorausgesetzt, könnte es im nächsten Jahr zu einer Konvergenz kommen. Der Gemeinderat wird in der Bau- und Zonenordnung (BZO) die Ansprüche der Stadt an das Generationenprojekt formulieren. Das hat seine Berechtigung, denn das Gebiet liegt vollständig innerhalb den Stadtgrenzen. Die Rekurrenten fordern die oben genannten Qualitäten. Das Gebiet der BZO Hochschulgebiet bietet den Rahmen, der sowohl die Gebiete mit den 3 ausgeschriebenen Gestaltungsplänen, als auch die weiteren 3 Gebiete mit noch nicht ausgeschriebenen Gestaltungsplänen und das weiter in der Zukunft liegende Gebiet nördlich der Sternwartstrasse (Richtung Haldenbachstrasse) umfasst.

Soll zur Jahreswende etwas positive Fantasie ins Spiel kommen, so sind einerseits ungünstige Zwänge feststellbar, die seit Jahren und trotz gutem Willen die Flächenansprüche zu reduzieren, immer noch das Feld beherrschen. Sie könnten beseitigt werden. Es sind aber auch Synergien fassbar, die noch nicht zustande gekommen sind.

Ungünstig ist das Verbleiben der weit ausgreifenden HMS-Trakte, die mit ihren Denkmalpflegeabständen über die Hälfte des Spitalareals zwischen Rämi-, Gloria-, Schmelzberg- und Sternwartstrasse besetzen, ohne selbst viel Geschossfläche anzubieten. Nur schon durch deren Abbruch könnte das tatsächlich bebaubare Areal um 50% vergrössert werden. Dieser erzwungene Bogen „oben herum“ würde entschärft und der Flächengewinn würde es erlauben, zusammen mit den Flächenreduktionen des USZ auch die Gebäudehöhen zu reduzieren. Geringere Gebäudehöhen machen ein besseres Spital. Eine horizontale Organisation erlaubt es, Patient und Behandlung einander näher zu bringen, im besten Fall nebeneinander anzuordnen. Niedrigere Gebäude bedeutet bessere Funktion und bessere Integrationsmöglichkeit ins Stadtbild. Das ist Synergie.

Es ist denkbar geworden, dass durch Zusammenwirken ein Vektor entsteht, der zur allseits besseren Lösung führt.

Das Hexagon des Spitalareals. Die weit ausgreifenden HMS-Trakte verschlingen zu viel Fläche.

Das Hexagon des Spitalareals. Die weit ausgreifenden HMS-Trakte verschlingen zu viel Fläche.

Das Hexagon des Spitalareals. Die weit ausgreifenden HMS-Trakte verschlingen zu viel Fläche.

Dank

Unseren Leserinnen und Lesern danken wir von Herzen für die Beachtung und den Einbezug der in diesem Blog publizierten Gedanken. Mit Ihnen hoffen wir auf die bessere Lösung im Hochschulquartier von Zürich.

Die AGBB-ZH bleibt dran und wünscht Ihnen eine gutes neues Jahr.