Uniklotz berichtet

Jetzt für Zürich einstehen!

Blick vom Friesenberg horizontal über die Stadt auf 500 m ü. Meer. Silhouette der Spitalbauten mit Gebäudehöhen wie am 8. Januar 2019 bei der Projektpräsentation vorgelegt.

Blick vom Friesenberg horizontal über die Stadt auf 500 m ü. Meer. Silhouette der Spitalbauten mit Gebäudehöhen wie am 8. Januar 2019 bei der Projektpräsentation vorgelegt.

Vor etwas mehr als einem Jahr hat der Stadtrat von Zürich dem Gemeinderat für das Hochschulgebiet einen Zonenplan vorgelegt. Dieser erfüllte erstaunlicherweise die für die Stadt Zürich unpassenden Hochhauswünsche der kantonalen Baudirektion.

Der Rekurs des Vereins Zukunft Hochschulgebiet AGBB gegen die kantonalen Gestaltungspläne war im März 2018 erfolgreich. Diese wurden aufgehoben und das Baurekursgericht hat in der Folge den Gemeinderat von Zürich angewiesen, eine Bau- und Zonenordnung zu erlassen und damit die fehlende Grundlage für die Hochschul- und Spitalplanung zu liefern.

Nach der Präsentation der beiden Architekturwettbewerbe am 8. Januar 2019 für das Forum der Universität und die 1. Etappe der Spitalbauten hat die Baudirektion Verhandlungen mit den Rekurrenten aufgenommen, die noch andauern.

Für die gemeinderätliche Kommission ergab sich die Chance, Regelungen zu etablieren, die exzessiv hohe Bauten im Stadtbild verhindern. Im Weiteren konnte der Antrag des Kantonsrats 2017 unterstützt werden, das Baugelände durch Abbruch von HMS-Bauten zu erweitern und ein besser funktionierendes horizontal organisiertes Spital mit geringeren Bauhöhen zu erreichen.

Was ist herausgekommen?

  • Wie es heute scheint, hat sich in der Kommission keine Mehrheit gefunden, die Gebäudehöhen mit einer vom Stadtratsvorschlag abweichenden Regelung auf ein erträgliches Mass zu reduzieren. Mit 33 bis 40 m sind die Bauten sowohl im Hang als auch funktional nach wie vor zu hoch (PBG: Hochhaus ab 25 m).
  • Es wurde erkannt, dass der Erhalt aller HMS-Bauten einer gesunden Entwicklung des Spitals im Wege steht und u.a. die Neubauten wegen Einschränkung des zur Verfügung stehenden Baufeldes in die Höhe treibt. Die Kommission stellt den Antrag, dass die HMS-Bauten nicht unter Schutz gestellt werden.
Das Bild zeigt, dass die Spitalbauten (USZ) unterhalb der Sternwartstrasse zu stark aus dem Stadtbild herausragen. Klimatisch gesehen, bilden sie ein Strömungshindernis.

Das Bild zeigt, dass die Spitalbauten (USZ) unterhalb der Sternwartstrasse zu stark aus dem Stadtbild herausragen. Klimatisch gesehen, bilden sie ein Strömungshindernis.

Auf die Tribüne!

Das Geschäft kommt am Mittwoch 15. Mai in den Gemeinderat. Besuchen Sie die Tribüne im Saal des Ratshauses. Sehen Sie selbst, welche Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sich für unser Stadtbild einsetzen und welche dem Diktat des Kantons folgen.

Zur Beschlussfassung liegen u.a. die drei folgenden wesentlichen Anträge vor:

  • Zonenplan mit gegenüber dem Stadtratsvorschlag reduzierten Gebäudehöhen gegen die Hanglagen und Wohnquartiere hinauf.
  • Ein Höhenplafonds für die Gebäude.
  • Keine Unterschutzstellung der HMS-Bauten.

Jeder Antrag ist von grosser Bedeutung. Nur alle zusammen führen zu einem befriedigenden Stadtbild und – nicht zu vergessen – zur Vermeidung einer Klimabarriere zwischen Stadt und Hang. Denken Sie an die Fallwinde, die für Luftaustausch sorgen und im Sommer bei Hitze die Stadt kühlen.

1 Kommentar

  1. H.O. Matthias

    In der ersten Etappe ist die alte Anatomie noch im Weg..Wenn diese weg kommt oder verschoben wird, ist der Weg frei für tiefere Bauten…

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