Kosten

Wer hat die Kosten im Griff?

 Die ersten Informationen der Baudirektion melden Gesamtkosten für das Projekt Berthold von 6 Milliarden Franken. Nachfragen im Februar 2016 ergeben folgende Zahlen:

 Geplante Kosten im Hochschulgebiet Zürich Zentrum für USZ Versorgung, USZ / UZH  Forschung & Lehre, USZ nicht medizinische Bereiche u. ETH belaufen sich auf 4.5 Milliarden  Franken. Davon fallen auf den Bund für die ETH rund 1 Milliarde.

Interessant ist allerdings die folgende Liste unter dem Titel 

unter anderen nicht in diesen 4.5 Milliarden sind:

Kosten für Landerwerb

Erschliessung mit Medien (Strom, Wasser, Wärme, Kälte)

Strassen, Plätze, Spitalpark

Spezielle Baugrundmassnahmen

Provisorien, Rochadeflächen, Umzüge

Finanzierung, Teuerung

Kosten für den laufenden Betrieb

Umbauten, Unterhalt, Instandsetzung Bestandesbauten

 Es kommen also noch weitere Kosten hinzu, die noch nicht einmal auf der Liste erscheinen:                                          

Ein Fass ohne Boden?

 Als Stadtbürger interessiert uns besonders die Folgekosten für die Stadt Zürich wie z.B. der Anteil der Planungskosten, die Investitionen in die städtische Infrastruktur oder der Anteil an Investitionen in den Verkehr?

 Was sagt der Stadtrat dazu?
 Bildschirmfoto 2016-10-01 um 10.33.43

 

10 Millionen allein für die goldenen Anker des GLC-Baus

 

Eine gute Vorstellung für das Ausmass künftiger Eingriffe ins Hochschulquartier zeigt die heutige Baustelle des GLC-Baus der ETH oberhalb des Gloria-Ranks.  Im Bild sieht man die Hangsicherung der Baustelle in Richtung der ganz oben sichtbaren Wohngebäude an der Voltastrasse. Die zweite Etappe mit weitern 20 Meter in die Tief folgt noch ….

 Dieses gigantische Loch im Hang demonstriert beispielhaft einen Geburtsfehler des Projekts Berthold:

Das Hinaufdrücken der riesigen Bauvolumen gegen den Berg!

Die Unterschutzstellung der Häfeli-Moser-Steiger-Bauten (alter Kantonsspital von 1945) durch den Kanton drückt die geplanten Baumassen gegen den Hang Richtung Fluntern und Oberstrass. Seit langem kritisiert hat die AGBB-ZH die daraus entstehenden riesigen Bauklötze und Hochhäuser, welche bei einem Abriss einzelner Bauten im unteren Bereich Platz fänden.

Dieses Bild veranschaulicht aber auch die  massiven Mehrkosten wegen der vermeidbaren Hanglage. Unsere Recherchen haben allein für diese einzige Baustellensicherung zu folgenden Kosten geführt:

 Die Hangsicherung durch Pfahlwände und Erdanker des GLC-Baus inkl. 2.Etappe kosten rund 10 Millionen Franken.

 Diese Baukosten sind reine Mehrkosten durch das Bauen in den Hang. Damit steht noch kein einziger Quadratmeter des Gebäudes. Eine weitere Folgen dieses Unsinns am Hochschulprojekt ist zudem, dass die Räume an der Stützmauer keine natürliche Belichtung aufweisen und für Arbeitsplätze nicht nutzbar sind.

 Also Schluss mit diesen vergoldeten Baugruben des Projekts Berthold nur wegen der vollständigen Bewahrung aller veralteten Bauten des Kantonsspitals!

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Projekt „Berthold“, wie der ganze Uni-Neubau von den Experten getauft wurde, geht in die Milliarden. Im Minimum ist von 5 Milliarden Franken auszugehen. Es könnten aber auch mehr sein, je nachdem, wie stark Zürich vom Bund unterstützt oder allein gelassen wird. Sicher ist, dass es sich um eines der grössten und kostspieligsten Bauvorhaben des Kantons handelt. Wer was bezahlt, wie das Projekt finanziert wird, wie stark sich die Wünsche der Verantwortlichen nach viel Raum, modernster Infrastruktur und eindrücklichen Volumen in Franken und Rappen auswirken, was letztendlich den Zürcher Steuerzahler zu tragen hat – all das bleib weitgehend intransparent und sollte dringend auf den Tisch kommen.

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